La Habana – die Lebende Stadt!

La Habana – die Stadt der alten Autos, der noch älteren Gebäude und jungen Einwohnern. Viele Kinder füllen die Straßen, laute, fröhliche Reggeaton Musik ertönt aus jedem Fahrradtaxi und jeder zweiten Butze. Am Fuß der bunten Fassaden haben Familien vieler Häuser kleine Cafeterias, Pizzerias oder nen Kiosk aufgemacht. Man kann neben den edleren, Touristenrestaurants viele nette kleine Lokale mit klassisch kubanischen Gerichten finden, sobald man esich in paar Straßen außerhalb der für Besuchermassen hergerichteten Bereiche befindet.

Die Straßen sind kaputtt, laut, dreckig, die Patina der Häuserfassaden blättert ab und sonderbare Gerüche aller Art ziehen wie wir durch die Gassen. Die alten Autos qualmen und quietschen um die Ecken. Rufe wie “Taxi?”, “Casa?” oder einfach das ständige Pfeifkonzert der Kubaner sind überall zu hören. Wenn man links und rechts durch die offenen Haustüren schaut, blickt man direkt in die Wohnzimmer der Familien, die drinnen wie draußen tanzen, essen und fröhlich miteinander reden. Es gibt hier soo viel zu erleben und alles ist anders! Die geballten Eindrücke lassen sich nur schwer verarbeiten. Was ist es bloß, das diese Stadt so einzigartig macht? Die Architektur? Ihre Geschichte?

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“Revolution: ..defending values in wich you believe at any price of sacrifies; it is modesty, uninterest, altruism, solidarity and heroeism…”

Für uns sind es die Menschen. Fröhliche hilfsbereite Gesichter strahlen einen an, wohin man auch geht. Man wird auf der Straße von vielen angesprochen, woher man kommt und viele versuchen einem Zigarren, ein Taxi, Restaurant oder eine “Casa Particular” (Zimmer im Haus einer Familie) zu vermitteln. Die meisten Kubaner sind einfach nett und sehr interessiert, bieten einem Erdnüsse, Rum oder einfach ihre Hilfe an. Das Leben ist nicht leicht hier und es ist eine wahre Kunst mit sehr wenigen Mitteln zu (über-) leben. Das opportunistische Volk dieses Landes hat dies gelernt und jeder macht das beste aus dem, was möglich ist. Gegenseitige Unterstützung und die Freude über kleine Dinge, sind außergewöhnlich.

Wir, die in der freien Marktwirtschaft Lebenden, haben das Geld, aber die Kubaner haben die Zeit zu leben!

Menschen in Kuba haben immer die Ruhe für ein Gespräch und freuen sich mit Touristen (In Cuba “Yumas” genannt) zu sprechen. Vor einigen Jahren war dies von der Regierung noch verboten. Viele strenge Regeln und Gesetze verändern sich zur Zeit und Kuba öffnet sich immer mehr.

Wie in so ziehmlich allen Touristenmetropolen der Welt, gibt es auch zunehmend mehr Leute, die auf ein gutes Geschäft aus sind. Die ständigen Rufe der Taxifahrer auf Dauer echt nervig werden, doch hier verstehen die Leute es noch was ein Kopfschütteln oder “No Gracias” bedeutet. Das haben wir in Marokko schon ganz anders erlebt! Dort wurden wir quasi in die Läden geschleift und ohne etwas zu kaufen nur von einem wütenden Verkäufer wieder rausgelassen. Hoffentlich bleibt der gute Geist und die Aufrichtigkeit der Kubaner in der sich wandelnden Stadt lange erhalten.

Wenn man es dann wagt, etwas tiefer in die Kultur einzutauchen, lernt man die wahre Gastfreundschaft Cubas kennen. An einem Abend schlendern wir durch die Straße “Compostella”, im Herzen der Altstadt, auf der Suche nach kubanischem Essen. Da sehen wir einen engen Hauseingang mit einem kleinen Angebotsschild an der geöffneten Tür hängend. Drinnen erstreckt sich ein schlauchförmiger Raum mit einer gefließten Bar und ein paar Hockern. Offensichtlich wohnt hier eine ganze Familie. Gegenüber der Bar sind die Türen der Schlafzimmer und im Durchgang am Ende des Raumes steht eine Kühltruhe für Bier, eine Spüle und ein Herd. Wenn man weiter ins innere des Hauses vordringt befindet sich hinter einem Vorhang das spartanisch eingerichtete Badezimmer.

Wow, das hier ist so authentisch wies irgendwie geht!

Wir bekommen typisch kubanischen Reis mit schwarzen Bohnen (“Aroz congris”) und Gemüse, was es halt gerade gibt. Kohl, Gurkenscheiben, ein Stück “Yuca” (Maniok) und eine gekochte Banane.

Zu diesem Zeitpunkt wissen wir nocht nicht, was an diesem Ort mit dieser Familie für eine enge Freundschaft entstehen wird.

Nach dem Essen bleiben wir noch aufn Bier sitzen und quatschen mit den unterschiedlichsten Leute, die ständig durch den kleinen Eingang kommen und gehen. Wir lernen Mauro (22), ein Student aus Angola, kennen und unterhalten uns mit einem, auf der Straße als “Philosopho” bekannten, Kubaner. Plötzlich dreht ein Mädchen der Familie die Musik lauter und alle fangen an zu tanzen. Aus einem kleinen Restaurant wird eine Bar. Wir bleiben auf dieser Fiesta bis spät in die Nacht…

Eindrücke aus Habana:

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